Weitere Psychotherapie- und Beratungsmöglichkeiten

Psychoanalyse

Diese Therapieform ist umfassender als die analytische bzw. tiefenpsychologisch fundierte Therapie und wird nicht von der Kasse finanziert. Sie findet in der Regel vier- bis fünfmal in der Woche im Liegen und über mehrere Jahre statt.

Personzentrierte Psychotherapie (Gesprächspsychotherapie)

'Gesprächspsychotherapie' ist in Deutschland die gebräuchlichste Bezeichnung für die auf dem Personzentrierten Ansatz begründete Psychotherapieform. Sie basiert auf der Annahme, dass der Mensch danach strebt, sich zu entfalten und zu entwickeln (die sogenannte ‚Selbstaktualisierungstendenz'). Wenn diese Selbstaktualisierungstendenz durch bestimmte Erfahrungen und Einflüsse gestört wird, kann eine gesprächspsychotherapeutische Behandlung hilfreich sein. Sie soll der Patientin bzw. dem Patienten helfen, Blockaden dieser Selbstaktualisierungstendenz deutlich zu machen und aufzuheben, damit diese/r dann seine persönliche Entwicklung wieder selbst in die Hand nehmen kann.

Beratung

‚Beratung' kann in Krisensituationen (z.B. bei schwerer körperlicher Erkrankung, bei Verlusterfahrungen) notwendig und sinnvoll sein und hat zum Ziel, das bestehende Problem besser zu verstehen bzw. durch professionelle Unterstützung mit der Situation besser umgehen zu können.

Coaching

Der Begriff 'Coaching' wird heute als Sammelbegriff für unterschiedlichste Beratungsmethoden verwendet. Ich verwende ihn für eine Beratung im beruflichen Kontext. Ich grenze den Begriff 'Supervision' davon ab (s. unter 'Erläuterungen Supervision') und verstehe Coaching als eine Beratung für Menschen, die in ihrem Arbeitsbereich Schwierigkeiten mit sich selbst, mit Kolleginnen und Kollegen oder als Führungskraft mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben. Es kann zum Beispiel ein immer wiederkehrendes Problem im Arbeitsalltag sein, es kann sich um den Wunsch nach einer Begleitung bei einer beruflichen Neuorientierung handeln, es kann um die Schwierigkeit gehen, nach einer Erkrankung wieder in den Berufsalltag einzusteigen oder es kann sich um ein immer wieder auftauchendes Problem einer Führungskraft im Umgang mit einem oder mehreren für ihn schwierigen Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern handeln...

Supervision

‚Supervision' ist eine Form der Beratung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in psychosozialen (medizinischen, sozialen, pädagogischen, psychologischen, therapeutischen) Berufen. Es geht in der Supervision darum, diese Mitarbeiter dabei zu unterstützen, ihr berufliches Handeln zu verbessern, Konflikte mit Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzten oder im Team klären zu helfen etc..

Ein Wort zum sogenannten 'Burnout-Syndrom'

Der Begriff ‚Burnout' wird überwiegend im beruflichen Kontext verwendet, kommt aber auch in anderen Zusammenhängen vor. Mit diesem Begriff - übersetzt ‚ausgebrannt' - wird ein Zustand beschrieben, der von seelischer und körperlicher Erschöpfung gekennzeichnet ist und häufig als Folge von (Selbst-)Überforderung zu verstehen ist. Diese kann beruflich bedingt sein, aber auch sonst im Alltag auftreten. Meist fühlen sich die Betroffenen rastlos und unfähig, sich zu entspannen, leiden unter Schlafstörungen, haben das Gefühl, sich nicht mehr ausreichend konzentrieren zu können, fühlen sich immer weniger leistungsfähig, haben Angstgefühle, sind erhöht anfällig für Infektionen und haben irgendwann auch das Gefühl, kaum (nicht) mehr handlungsfähig zu sein. Es handelt sich um einen länger andauernden Prozess, eine psychische Erkrankung wie im Vorfeld beschrieben hat sich noch nicht entwickelt, kann aber die weitere Folge sein.

Auch hier gilt: zunächst ist eine diagnostische Abklärung notwendig. Dann kann besprochen werden, welche Behandlungsform im Einzelfall sinnvoll ist.